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Hallo liebe Bloggerherzen. Seid gegrüßt am späten Sonntag-Nachmittag. Heute wird es philosophisch, denn: wir treffen auf Max Rosenbaum vom Denkatorium Blog. Eine Philosophische Lebens- und Unternehmens- beratung via Blog hatten wir hier noch nie – und gerade das macht die Sache so spannend. Das hier ist Max:

Max Rosenbaum von Denkatorium im Bloggerherz Blogger Interview

Frage 1 Stelle Dich doch bitte einmal unseren Bloggerherz-Mitgliedern vor: Wer Du bist, was Du machst (Hobbies etc.) & wie Du überhaupt Deinen Weg in unsere einzigartige Bloggercommunity gefunden hast:

Mein Name ist Max, ich bin 35 Jahre alt, habe Philosophie und Religionswissenschaft studiert. Ich bin schon seit meiner Jugend interessiert am Internet oder auch was das Gaming angeht. In dieser Kombination bin ich dann irgendwann zum Bloggen gekommen.

Vor einigen Jahren habe ich zusätzlich zur Fotografie gefunden und wurde dieses Jahr nach England eingeladen, um dort einen Garten, für deren PR, zu fotografieren.

Ich habe erst dieses Jahr so wirklich aktiv damit begonnen mich auch mit dem Netzwerken als solchen zu beschäftigen, was ja auch gerade im Blogger- und Fotografiebereich sehr hilfreich ist.

Neben meinen vielen Projekten, schreibe ich noch für eine atheistisch-humanistische Zeitschrift „freidenker“ in Österreich.

Frage 2 Was ist Dein innerer Blogging-Motor? Warum schreibst Du, wie lange schon & wie bist Du dazu gekommen? Los geht´s :

Philosophie ist ein Teil von mir und meinem Leben, das war auch schon vor meinem Studium so. Was mir aber besonders wichtig dabei ist, dass man den Menschen die Philosophie einfach nahebringen kann, ohne dass man zu akademisch oder verstaubt klingt.

Das fand ich schon während meines Studiums schlimm, dass sich fast alle Dozenten anhörten wie Bürohengste, aber kaum einer die Fähigkeit besaß etwas ganz einfach zu erklären. Es geht in der Philosophie nicht darum, wie man etwas total kompliziert und mit so vielen Fachwörtern wie möglich erklärt, sondern darum zum Denken anzuregen und somit ein Verständnis entstehen zu lassen.

Ich fing 2014 als Philosophischer Berater an und begann zeitgleich das Bloggen mit meinem Denkatorium. Dort schreibe ich über klassische Themen der Philosophie, aber weitaus öfter über Themen, die uns im Alltag begegnen und über die es sich lohnt nachzudenken.

Die Philosophische Beratung als solche mache ich seit 2016 nicht mehr, sondern konzentriere mich mehr auf das Bloggen. Zusätzlich kam auch noch ein Podcast dazu, denn ich unregelmäßig führe, aber auch bald wieder etwas regelmäßiger führen möchte, weil die Nachfrage unter meinen Lesern bzw. Hörern recht hoch ist.

Frage 3 Reichweite. Reden wir offen drüber. Fan-Follower-und Leserzahlen werden immer wichtiger – wie sieht das im Detail aus bei Dir? Wie viele hast Du? Welche Plattformen nutzt Du? Und vor allem: Wo willst Du hin? Auch im Bezug auf die Intention – also der Weg/die Absicht/dein Ziel was Du bei den Menschen da draußen mit Deinem Blog erreichen willst.

Da es sich bei meinem Blog um einen absoluten Nischenblog handelt sind die Leserzahlen nicht so hoch, wie z.B. bei einem Fashionblogger oder irgendwelchen Reiseblogs. Das liegt aber auch mit daran, dass die Nachfrage von Philosophie nicht sonderlich hoch ist. Die die sich mit Philosophie beschäftigen, machen das oftmals eh schon auf akademische Art, also geht es wieder ins verstaubte Kämmerlein.

Wenn ich mal einen guten Monat habe, dann komme ich vielleicht auf 100 Leser, wobei es dabei aber nur um meinen Blog als solches geht. Rechne ich mir die Zahlen von Facebook noch zusammen, dann bin ich bei einigen Artikeln eher im 200er Bereich. Ist nicht wirklich viel, aber für einen philosophischen Blog ist das sicher schon ganz ok.

Mit meinem Fotografie Blog fing ich 2016 an, den führe ich eigentlich eher für mich selbst und da achte ich nicht wirklich auf die Reichweite, wobei die alleine durch Instagram schon viel höher ist, als mein Philosophieblog.

Zu finden bin ich auf Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, tumblr, flickr und Xing. Das sind so meine Hauptplattformen, auf denen ich etwas veröffentliche.

Wo ich genau hinwill? Gute Frage. Eigentlich möchte ich einfach das machen was mir Spaß macht: Philosophie, Religionswissenschaft, Fotografie, Gaming und Schreiben.

Wie sich in den letzten Jahren herausgestellt hat, liegt mir das Schreiben, was auch in werdenden Büchern resultiert. Natürlich versuche ich bei dem was ich so mache, auch auf das einzugehen, was meinen Lesern gefällt oder worüber sie gerne etwas lesen möchten, aber das sollte nicht durchweg Intention eines Bloggers sein.

Frage 4 Was ist das besondere, das einzigartige an Dir als Mensch wie auch Blogger/in?

Mit meiner Art steche ich in diversen Bereichen heraus. Ich kleide mich nicht wie ein gewöhnlicher Dozent an der Uni, sondern trage gerne Armeehosen und nerdige oder Bandshirts, zudem bin ich nicht gerade wenig tätowiert und halte mich durch Sport fit.

Also genau so, wie man sich einen Philosophen nicht vorstellt.

Aber geistig befinde ich mich da, zumindest sehe ich das so, im Bereich von Dr. Mark Benecke oder E.K. Kaufmann (The Scary Guy), die auf ihren Gebieten hervorragende Arbeit leisten.

Frage 5 Danke für Deine Zeit und dass Du Dich den anderen Blogger/innen wie Leser hier so ausführlich vorgestellt hast. Zu guter letzt: Hast Du einen absolut erfolgreichen Blogger-Tipp/Trick, den Du uns allen verraten willst? Das kann auch eine Seite/eine Vorbild-Blogger/in, ein Schreib- Hilfsmittel etc. sein.

Wir alle hier im Bloggerherz helfen uns ja einander und sind immer interessiert an neuen Tools, Hilfsmitteln und Strategien, die uns weiterbringen. Was ist Dein Geheimnis?

So wirkliche Tipps oder Tricks habe ich nicht. Ich denke, dass es wichtig ist authentisch zu sein und sich nicht als etwas darzustellen, was man nicht ist. Ebenso ist ein eigener Stil wichtig, das bedeutet auch zu schauen was einem mehr liegt bspw. das Schreiben oder doch eher das Reden.

Ein Grund warum ich mich lange gegen einen Podcast gesträubt habe, war, dass meinem Empfinden nach das Geschriebene meine Gedanken besser ausdrücken kann, als das, was ich mündlichen von mir gebe. Laut meiner Hörer hätte ich mir aber viel weniger einen Kopf darum machen müssen, weil sie dennoch einfach gerne zuhören und sich dabei Gedanken machen können über die Themen.

Ein Tipp der mir sonst noch einfällt, aber auch unter vielen Bloggern bekannt sein wird (außer das Netzwerken an sich), ist das Timing. Also wann poste ich etwas und wie erreiche ich die Leute damit besser.

Nehmen wir als kurzes Beispiel einen philosophischen Artikel. Wenn ich den am Dienstagabend veröffentliche, werde ich kaum Resonanz haben, weil die Leute nicht die Zeit haben ihn zu lesen. Das sollte ich dann machen, wenn ich weiß, dass die Leute mehr Zeit und Ruhe haben.

Klasse lieber Max,also das war wirklich einmal eine Blogger-Nische, die selbst ich noch nicht kannte. Eindrucksvoll zu lesen und mega spannend wie ich finde. Hoffentlich regst Du da draußen so einige Menschen damit zum nachdenken an. Die Philosophie ist ein tolles Arbeitsfeld & Du bist ein Unikat 🙂

Wollt Ihr auch ein Blogger Interview hier im Bloggerherz mit uns führen? Dann meldet Euch: christian@freizeitcafe.com 

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