Dez 19

Smartwatch von Pingonaut

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Von der Bundesnetzagentur erlaubt!

Smartwatches erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Durch ein Verbot der Bundesnetzagentur der Kinderuhren mit Abhörfunktion sind sie jedoch in Verruf geraten. Die Kidswatch von Pingonaut verzichtet bewusst auf die sogenannte „Babyphone-Funktion“. Denn bei diesen Uhren können Eltern über das eingebaute Mikrofon unbemerkt auf die Uhr zugreifen und die Gespräche der Kinder sowie Umgebungsgeräusche wie etwa den Schulunterricht mithören. Dies ist in Deutschland glücklicherweise verboten. Eine Smartwatch sollte dazu dienen, die Sicherheit der Kinder zu erhöhen und im Notfall schnell erreichbar zu sein. Und genau hierfür haben wir sie unserer Tochter gekauft. Denn es sollte nicht vergessen werden, dass auch Kinder ein Anrecht auf Privatsphäre haben.

Nun aber zur Uhr selbst. Die Kidswatch ist spritzwassergeschützt nach IP54 und wird bei Amazon mit bereits eingelegter Sim-Karte von Congstar (D1-Netz) angeboten. Diese muss auf Congstar aktiviert werden. Die 10-Euro-Startguthaben reichen für eine reine GPS-Ortung etwa vier Monate. Glücklicherweise bietet Congstar die Möglichkeit der automatischen Aufladung. So ist sichergestellt, dass sich im Notfall ausreichend Guthaben auf der Karte befindet. Denn was nützt die beste Smartwatch, wenn das Kind im Notfall niemanden erreichen kann, weil das Guthaben aufgebraucht ist? Solltet ihr einen anderen Anbieter als Congstar bevorzugen, könnt ihr selbstverständlich bei diesem einen Vertrag abschließen.

Der Akku der Uhr hält im Standby etwa vier Tage. Aufgeladen wird er über ein Kabel und einen USB-Stecker direkt an der Steckdose.

Über eine App auf dem Smartphone können Einstellungen wie die Safezone vorgenommen werden, in der sich das Kind aufhalten darf. Verlässt es die Safe-Zone, werdet ihr über die App benachrichtigt. Auf der Karte könnt ihr genau sehen, wo sich euer Kind aufhält und die Bewegung bei Bedarf verfolgen. Auch eine Historie von 30-Tagen ist einsehbar. Leider gibt es auf Amazon viele schlechte Bewertungen bezüglich der Ortungsgenauigkeit. Dabei bietet die Kidswatch mit dem letzten Update die Möglichkeit, falls keine genauen Position über GPS ermittelt werden kann, Funkturm-Koordinaten abzufragen. Dies muss allerdings in den Einstellungen aktiviert werden. Bei uns hat die Standortermittlung bisher sehr genau funktioniert und das, obwohl wir aus dem ländlichen Bereich kommen. Es wird im Übrigen auch angezeigt, welcher Funkturm der Koordinatenermittlung dient.

Ein weiteres Feature der App ist eine Art Chat. Hier könnt ihr eurem Kind eine bis zu 130 Zeichen lange Nachricht schreiben, die auf dem Display der Smartwatch abgelesen werden kann. Hier sollte allerdings nachgebessert werden. Denn die Nachricht erscheint lediglich auf dem kurz aufleuchtenden Display, ohne jedes akustische Signal. Wenn das Kindalso nicht ständig die Uhr im Blick hat, verpasst es womöglich die Nachricht. Denn leider verschwindet diese nach einer gewissen Zeit automatisch. Auch die Eltern wissen nicht, ob das Kind die Nachricht erhalten hat.

Über den Chat könnt ihr euch zudem Meldungen schicken lassen. Diese informieren euch, wenn der Akku schwach bzw. vollständig geladen ist, ihr Sprachnachrichten erhalten habt oder euer Kind die Safe-Zone verlässt oder wieder betritt.

Die Einstellungen der Uhr erfolgen stets über die App. So auch bei der Weck- oder der Nicht-Stören-Funktion, die während der Schulzeit aktiviert werden kann.

Die Qualität der Anrufe ist gut, ich habe alles ohne Störgeräusche verstanden, sowohl auf der Uhr, als auch auf meinem Smartphone. Der Klingelton ist etwas gewöhnungsbedürftig und kann in der Lautstärke nicht verändert werden. So ist aber immerhin sichergestellt, dass das Kind die Uhr auch dann noch hört, wenn ein gewisser Lärmpegel herrscht. Auch Sprachnachrichten können über die Kidswatch an die drei hinterlegten Nummern versendet werden. Angerufen werden kann die Uhr von bis zu fünf vorher festgelegten Nummern. So dient die Uhr tatsächlich nur der Sicherheit und wird nicht etwa wie ein Handy benutzt. Auch sonst wird auf jeglichen Schnickschnack wie Spiele oder dergleichen verzichtet. Meiner Meinung nach ist sie zudem weitgehend selbsterklärend.

Auf der Smartwatch können drei Notfallnummern gespeichert werden. Ein wenig schade ist, dass die Nummern nicht mit einem Namen versehen werden können, sondern SOS1, SOS2 und SOS3 heißen. Das mag unwichtig sein, wenn ein echter Notfall besteht,wenn das Kind die Smartwatch jedoch als Telefon nutzen möchte, wäre es doch schöner, wenn dort Mama oder Papa stünde.

Die Kidswatch verfügt über drei Knöpfe.

SOS1: Oberen Knopf lange drücken

SOS2: Mittleren Knopf lange drücken

SOS3: Unteren Knopf lange drücken

Wieder auflegen: mittleren Knopf drücken

Die drei gespeicherten Nummern öffnen: Oberen Knopf zwei mal kurz drücken

Wechsel von analoger zu digitaler Zeitanzeige: Mittleren Knopf zwei mal kurz drücken

Menü zur Aufnahme von Sprachnachrichten: Unteren Knopf zwei mal drücken (anschließend kann ausgewählt werden, wer die Sprachnachricht erhalten soll)

Im Anschluss Aufnahme der Sprachnachricht: Unteren Knopf lange drücken

Uhr einschalten: Mittleren Knopf lange drücken

Licht einschalten: beliebigen Knopf kurz drücken

Vermutlich dauert es ein wenig, bis sich das Kind daran gewöhnt. Aber die Kleinen lernen schneller, als man manchmal denkt. Verstellen oder gar löschen kann man nichts. Es geht also nichts kaputt. ?

Ein großer Pluspunkt ist der deutsche Support. Solltet ihr Probleme haben, könnt ihr die kostenfreie, deutsche Hotline anrufen. Oder ihr nutzt den Chat auf der Homepage.

Leider laufen bei anderen Smartwatches die Daten fast ausschließlich über asiatische Server. Was dann mit ihnen passiert, weiß wohl niemand. Pingonaut speichert eure Daten ausschließlich hochverschlüsselt auf deutschen Servern. So ist sichergestellt, dass die Ortungsdaten eures Kindes nicht plötzlich irgendwo im Web auftauchen. Denn das hat mit Sicherheit nicht mehr viel zu tun.

Ich möchte allerdings noch einmal betonen, dass wir keine dieser Helikopter-Eltern sind, die ihr Kind ständig überwachen. Uns geht es um die Sicherheit unserer Tochter. Ich werde nicht mit dem Smartphone Zuhause sitzen und das Bewegungsprofil unserer Tochter verfolgen. Die Uhr soll ihr lediglich helfen, selbstständig zu werden, in der Gewissheit, uns im Notfall stets erreichen zu können.

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