Sep 18

Herrenmode: Wie verwende ich eine Fliege?

Die meisten Männer tragen zumindest ab und an mal eine Krawatte – doch Fliege? Auf der Arbeit sieht man sie zumindest kaum und auch bei sozialen Anlässen traut sich die Mehrheit der Herren selten an diesen Klassiker heran. Das Modeaccessoire war früher weit verbreitet und wird auch heute langsam wiederentdeckt. Damit Ihr ein paar Grundlagen dazu kennenlernt, haben wir hier eine kleine Einführung zum Thema für Euch zusammengestellt.

Die Geschichte der Fliege

Die Ursprünge von Krawatten und Fliegen reichen Hunderte von Jahren zurück und sind oftmals mit spannenden und unerwarteten Geschichten verbunden. So stammt die Krawatte (und mit ihr die Fliege) unserem heutigen Wissen nach von kroatischen Söldnern aus dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert! Uns hat das ziemlich überrascht. Anscheinend benutzten diese käuflichen Soldaten ein Band, um ihre Hemden zu schließen. Interessanterweise wurde dieser Stil sich zu kleiden dann in der reichen Gesellschaftsschicht in Frankreich modern.

Das französische Wort „cravate“, das zu unserem Wort „Krawatte“ führte, stammt übrigens aus dieser Zeit und kommt vom französischen Begriff für „Kroate“. Krawatten entwickelten sich dann während des 18. und 19. Jahrhunderts und es entstand unter anderem die Fliege. Die Form und Größe der damaligen Fliegen war jedoch noch deutlich anders als heute. Um etwa 1870 entstand die heutige, kompakte Form.

Zu welchen Outfits passen Fliegen?

Aus dem klassischen Kontext passen Fliegen zu festlichen Anlässen und der dabei verwendeten Garderobe. Zum Frack beispielsweise gehört den konventionellen Regeln nach immer eine weiße Fliege. Eine Ausnahme ist es, wenn Angestellte wie Kellner oder Buttler einen Frack tragen, dann gehört eine schwarze Fliege dazu, um sich von den Gästen des Anlasses zu unterscheiden. Hier sollte man also aufpassen. Auch zum Smoking trägt man traditionellerweise eine (schwarze) Fliege.

In der modernen Mode setzen sich inzwischen allerdings auch viele früher undenkbare Variationen durch. Besonders in den letzten Jahren entstanden neue Versionen und Stilbrüche, vor allem in der Verbindung mit der Stilrichtung „Geek Chic“. Die oftmals von eher jungen Männern getragenen Outfits kombinieren dabei Fliegen mit Hornbrillen und eng anliegende Oxford-Hemden.

Klassiker und seltene Hingucker

Neben den klassischen Modellen in Schwarz und Weiss sind in den letzten Jahren viele neue Varianten auf den Markt gekommen. Besonders karierte Fliegen, bunte Fliegen und Fliegen in Tarnfleckausführung brachen mit der Tradition. Diese farbigen und ausgefallenen Varianten passen dann jedoch oftmals nicht zum Smoking oder Anzug, sondern eher zum absichtlich als Stilbruch getragenem Hemd oder farbigem Sakko. Wer eine noch seltenere Variante tragen möchte, kann sich sogar eine Holzfliege kaufen.

Muss ich lernen, wie man eine Fliege bindet?

Fliegen gelten seit jeher als komplizierter zu binden, als Krawatten. Doch wer der Verwendung der Fliege eine Chance geben möchte, muss heutzutage nicht notwendigerweise lernen, wie man sie bindet. Denn während das Band früher zum Umfang des Halses und des Kragens des Trägers passen musste, gibt es heute „Schummelmodelle“. Sie sind immer fertig gebunden und lassen sich einfach mit einem elastischen Band und einem Clip schließen. Eine solche Fliege ist im Handumdrehen angelegt und damit für viele Männer einfach sehr praktisch. Wer allerdings damit beginnt, sich für diese modischen Accessoires zu begeistern, der wird sicher auch bald lernen wollen, wie man eine Fliege bindet. Im Internet finden sich hierzu glücklicherweise jede Menge Anleitungen und Videos.

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